Autor: Judith Geiser

  • Frühlingserwachen im Tessin

    Jeden Morgen zeigt sich ein farbenprächtiges Gartenrotschwanz-Männchen mit weiss-schwarzem Köpfchen, orangem Bauch und rostrotem Schwanz. Es landet auf einem Zaunpfahl, singt und wippt aufgeregt auf und ab — einen Atemzug später ist es schon wieder auf und davon. Danke liebes Gartenrotschwänzchen, dass du so fair bist und mir deine Rastlosigkeit sofort demonstrierst! So passiert mir wenigstens nicht das gleiche, wie dem armen Künstler im Mundart-Lied von Mani Matter, „Chue am Waldrand“. Dem ist sein Lieblingsobjekt davongelaufen, weil er zuerst die ganze Umgebung gemalt hat. Wer das Lied nicht kennt — unbedingt anhören, es lohnt sich.

    Da mein Sujet längst über alle Berge geflogen ist, suche ich zuerst ein geeignetes Foto als Vorlage. Nach der Bleistiftskizze ist der dünnste schwarze Fineliner ein gutes Hilfsmittel, um lückenhaft und locker die Umrisse des gefiederten Sängers darzustellen. Einzelne Federn werden dabei angedeutet und Auge und Schnabel ganz genau definiert. Danach radiere ich die Bleistiftskizze aus.
    Als nächstes müssen die Farbmischungen vorbereitet werden. Durch Anlegen der einzelnen Lasurschichten wird der gefiederte Freund lebendig. Hierbei wende ich „Nass auf Trocken-“ und „Nass in Nasstechnik“ an. Zusätzliche Freude bereitet mir die Struktur und Farbgebung beim Obstbaum. Durch die Komplementärfarben leuchtet der rostrote Vogelbauch noch stärker. Das weisse Köpfchen kommt mit einem leicht farbigen Hintergrund etwas besser zur Geltung.

    Material- Liste

    • Bleistift und Radiergummi
    • Schwarzer Fineliner 0.1mm
    • Aquarell-Pinsel 0-4
    • Aquarellpapier mindestens 250g/m2

    Aquarellfarben

    • Kadmiumgelb hell
    • Chromorangeton
    • Ultramarin feinst
    • Coelinblauton
    • Maigrün
    • Siena gebrannt
    • Eisenoxydschwarz

    Ich male mit Horadam-Farben von der Firma Schmincke. Dieses kleine Projekt habe ich im „Zeichenbuch Aquarell“ von boesner mit der Grammatur von 250g/m2 gemalt. Das Papier eignet sich auch für Bleistiftskizzen, Fineliner und Buntstifte. Das Aquarellbuch ist handlich für die Ferienzeit, es ist in verschiedenen Formaten erhältlich.

  • Frohe Ostern

    Ich wünsche allen wunderschöne und kreative Ostern. Geniesst die freien Tage und lasst den Pinseln, Malstiften und Graphitstiften freien Lauf.

    Aquarell, 30 x 30 cm
  • Schellacktusche

    Dreitägiger Workshop bei der Künstlerin Sayenne

    Anfangs März nahm ich an einem dreitägigen Workshop der Künstlerin Sayenne (Sandra Chiocchetti) bei der Firma boesner in Unterentfelden teil. Schritt für Schritt zeigte sie uns ihre sehr locker wirkende Technik, charakterstarke Tiere zu malen. Aber was leicht aussieht, ist es nicht unbedingt! Schnell wurde uns 12 Teilnehmern bewusst, dass diese Technik eine Herausforderung darstellt. Mit dem mir unbekannten Malmedium Schellacktusche und dem Malen ohne Pinsel, dafür mit anderen Hilfsmitteln, verliess ich gehörig meine Komfortzone. Die dynamische Herangehensweise erwies sich als sehr inspirierend. In der Mixed-Media-Galerie präsentiere ich euch alle Bilder, die ich mit dieser Technik geschaffen habe.

    6 Kommentare zu „Schellacktusche“

    1. Avatar von Lajde Gojani
      Lajde Gojani

      Liebe Judith deine Kunst gefällt mir sehr, freundliche Grüsse Lajde ☘️

      1. Avatar von Judith Geiser

        Vielen Dank liebe Lajde, das freut mich sehr. Eine gute Zeit bis zum Kursstart wünsche ich dir.

    2. Avatar von Ruedi G.
      Ruedi G.

      Starke Bilder ! Ist der Frosch Politiker ? (er ist so aufgeblasen)

      1. Avatar von Judith Geiser

        Vielen Dank. Wenn er Politiker ist, dann ein Grüner.

    3. Avatar von Hans Peter Geiser
      Hans Peter Geiser

      Liebe Künstlerin. Diese Bilder sind inspirierend – farblich gefallen mir die Käfer besonders

      1. Avatar von Judith Geiser

        Danke, das freut mich sehr!

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  • Kulturspycher Roggwil

    Im Kunst- und Kulturspycher Roggwil durfte ich erstmals meine Aquarelle und Graphitzeichnungen ausstellen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und so kamen mehr Kunstinteressierte an die Vernissage und an den anderen drei  Ausstellungstagen zu Besuch, als ich erwartet hatte. Die Gespräche mit den Besuchern, Freunden und Kollegen habe ich sehr genossen. Es tauchte mehrfach die Frage auf, ob ich Kurse anbieten würde. So fühlte ich mich nach der Ausstellung bestärkt, den Weg der Kunst weiter zu gehen. 

    Danksagung

    Beim Vorstandskomitee des Kultur und Museumsvereins bedanke ich mich für alles Organisatorische und für die Werbung, ihr habt mir mir Rat und Tat zur Seite gestanden. Herzlichen Dank an Markus Zimmermann, dem Präsidenten des Kultur und Museumsverein Roggwil, für seine Rede zur Eröffnung der Vernissage.

    Ein besonders grosses Dankeschön gilt allen Besuchern, die mich durch den Kauf eines Bildes auf meinem Kunstweg unterstützt haben.