Autor: Judith Geiser

  • Faszination Urban-Sketching

    Ja, ich habe es wieder getan! Warum ich zur „Wiederholungstäterin“ geworden bin, erfahrt ihr in diesem Bericht.

    Mit einer langjährigen Kunstfreundin traf ich mich auf dem Vorplatz des Klosters, um ein neues Sujet zu malen. Da ich mir eine Woche zuvor bereits die interessantesten Stellen im Park gemerkt hatte, konnten wir diesmal direkt loslegen.

    Was fasziniert mich am Urban Sketching so sehr?

    Besonders reizt mich das Gesamterlebnis der Umgebung. Beim Zeichnen geschieht viel mehr um mich herum, als wenn ich mein Hobby still und einsam in meinem Kämmerlein ausübe – dafür bleibt in den kalten Wintermonaten noch genug Zeit.

    Während wir konzentriert an unseren Skizzen arbeiteten, kreischten Rabenvögel um die Kirchturmspitzen. Gleichzeitig übte ein Organist in der Klosterkirche. So durften wir zufällig einem einstündigen Gratis-Konzert lauschen – einfach himmlisch.

    Den Blick schärfen und Neues entdecken

    Urban Sketching bedeutet auch, die Umgebung und das Zeichenobjekt ganz bewusst wahrzunehmen. Beim genauen Hinschauen entdeckte ich am Kloster Details, die mir all die Jahre nicht aufgefallen waren: alte Dachgauben, schwarze Zierlinien um die Fenster und die kunstvoll gebogenen Regenfallrohre. 

    Gerade diese verspielten Details machen das Gebäude einzigartig – und verdienen es, im Bild festgehalten zu werden.

    Die Technik anderer kann inspirieren

    Besonders bereichernd war auch der Austausch in unseren kleinen Malpausen. Wir staunten, wie unterschiedlich unsere Herangehensweisen waren. Beim Blick auf die Zeichnung meiner Kunstfreundin dachte ich: „Das möchte ich demnächst auch ausprobieren.“

    Zum Glück hat der Herbst erst begonnen – und es liegen noch einige Urban-Sketching-Samstage vor mir.

  • Urban Sketching in St. Urban

    Gemeinsam kreativ sein verbindet – und beim „Urban- oder Nature Sketching“ am letzten Wochenende haben wir genau das mit viel Freude erlebt.

    Spontan traf ich mich mit zwei Kunstbegeisterten zum Urban Sketching im Park des Klosters in St. Urban. Ja, der Ort heisst wirklich genauso und wäre nur schon wegen des Namens prädestiniert für ein Urban Sketching Event ;-). 

    Während eines kurzen Spaziergangs im Park entdecken wir viele potenzielle Sujets, aber der alte Brunnen mit seiner spannenden Oberflächenstruktur begeisterte uns am meisten. Vor Ort richteten wir uns mit den wenigen Zeichenutensilien ein, die wir dabei hatten und tauschten einige Gedanken zur Gestaltung des Bildes und zum Malprozess aus. Die Warmen Temperaturen gegen Mittag erschwerten den Malprozess mit der Aquarelltechnik sehr, da die aufgetragenen Wasser- und Farbpfützen auf dem Papier zu schnell eintrockneten. Ein mutiger und rascher Farbauftrag war hier von Vorteil. 

    Du hast auch Lust auf Urban Sketching?

    Die Treffen werden spontan in der Region organisiert und sind wetterabhängig. Wer darauf brennt, dieses kleine Kreativ-Abenteuer mitzuerleben, darf sich ganz unverbindlich bei mir melden. 

  • Lass dich inspirieren – neue Kurse

    Die neuen Kurse für Freihandzeichnen und Aquarellmalerei sind mit spannenden Themen im 2. Halbjahr 2026 gestartet. Im Freihandzeichenkurs lernten die Teilnehmenden die Tonwertskala kennen und verfeinerten ihre Schraffurtechniken anhand eines kleinen Papierschiffchens. Die Ergebnisse sorgten für grosse Freude!

    Im Aquarellkurs verwandelten wir ein Ferienfoto in ein leuchtendes Aquarell – gemalt mit lasierenden Primärfarben. Zudem erfuhren die Teilnehmenden, warum Thumbnails für den Bildaufbau so wertvoll sind.

    Du möchtest wissen, warum Tonwertskalen und Thumbnails beim Zeichnen und Malen so wichtig sind? Dann sind diese Kurse genau das Richtige für dich!

    Im 2. Halbjahr 2026 gibt es noch einzelne Schnupperplätze. Die Anmeldeliste für 2027 wird bereits geführt.

    Trau dich und entdecke Neues! Dann kannst du vielleicht bald wie die Künstlerin Georgia O’Keeffe sagen:

    “Ich habe Dinge entdeckt, die ich vorher nie gesehen hatte.“

  • Gelungene Ausstellung

    Unser Ausstellungsteam hat sich sehr gefreut, dass so viele Besucher trotz Juni-Hitze den Weg zum Taunerhaus zur Ausstellung Garten`26 auf sich genommen haben.

    Herzlichen Dank für euer grosses Interesse an meinen Aquarellen und Grafitzeichnungen, die vielen Gespräche und die spannenden Fragen zu meiner Kunst und dem Kursangebot. Mir blieb gar keine Zeit, diesen Anlass selbst mit einem Foto festzuhalten😃.

    Ein grosses Dankeschön geht auch an den Stiftungsrat des Taunerhaus, an Liselotte Schär-Gasser und ihren Mann Kurt Schär. Sie stellten uns diesen authentischen Ausstellungsort zur Verfügung.  Das alte Räucherhaus von 1747 war bestens geeignet für diese Ausstellung mit traditionellem Handwerk, Kunst und Gartengestaltung. Ebenso danke ich meinen Mitausstellerinnen Esther Wanzenried mit ihrer filigranen Klöppelkunst und Conny Wildi von Garteliebi für die herzliche und unkomplizierte Zusammenarbeit. Uns alle verbindet die Freude an der Natur.

    Liebe Gäste, ihr habt mit eurem Besuch aus diesem Ausstellungswochenende etwas ganz Besonderes gemacht. 

    Herzlichen Dank!

    Auf dem Foto von links nach rechts: Kurt Schär, Conny Wildi, Judith Geiser und Esther Wanzenried.

  • Frohe Ostern – mit einer Prise Salz

    Manchmal sind es die kleinen Dinge, die grosse Wirkung zeigen.

    Ein wenig Salz im noch leicht feuchten Aquarell sorgt für überraschende Effekte – perfekt für lebendige Federn und fröhliche Hühner. Testet es selbst und findet den richtigen Zeitpunkt fürs Salz auftragen heraus. 

    So gelingt es dir: Du benötigst nur wenige Körnchen des weissen Goldes, eine kräftige Farbmischung und den richtigen Zeitpunkt zum Streuen. Danach brauchst du einige Minuten Geduld, bis der Salzeffekt sichtbar wird. Mit dieser experimentellen Technik wird euer Federvieh zum Unikat.

    Viel Freude beim Osternest suchen, Eiertütschen und Experimentieren mit der Salztechnik.

  • Ausdrucksstark Zeichnen

    Ausdrucksstark Zeichnen

    Workshop mit Künstlerin Tine Klein

    Mit den Techniken Tinte, Graphit und Aquarell wusste Tine unsere Gruppe zu begeistern. Anhand einiger Demozeichnungen führte sie uns vor, auf was es bei den einzelnen Techniken jeweils ankommt. Bei den Übungen danach begleitete sie uns ganz individuell und bot jedem die passende Hilfestellung, um ans Ziel zu gelangen. 

    Nachdem ich zu Beginn meine Schwierigkeiten mit dem dynamischen Zeichnen hatte, vermochte Tine es, den Knoten bei mir zu lösen. Plötzlich konnte ich den Graphitstift in Zimmermannsausführung (6B) auf dem Papier locker tanzen lassen. Dabei entstanden die drei lebhaften Hundeskizzen. 

    Ausdrucksstark zeichnen von dynamischen Linien und Schraffuren, um Emotionen aufs Papier zu bringen klingt sooo einfach – ist es aber ganz und gar nicht. Am besten du versuchst es gleich selbst!

    Ein grosses Dankeschön an Tine für dieses fantastische Kurserlebnis!

  • Frohe Weihnachten

    …wünsche ich allen, die diese Zeilen lesen. Bei meinen Kursteilnehmern bedanke ich mich herzlich für dieses aufregende Jahr. Durch eure interessierten Fragen habt ihr mir ungeahnte Themenwünsche auf dem Silbertablett serviert – das war ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk! In den Kursen 2026 werden wir einige dieser Ideen umsetzen können. Darauf freue ich mich schon sehr.

    Viel Freude und Flow-Erlebnisse wünsche ich allen Kreativen auch im neuen Jahr!

  • Herbstzauber

    Den Herbst mit seiner Farbenpracht liebe ich, bedauerlicherweise ist es nun schon oft kühl, grau und nass im Oberaargau. Der Gedanke, die Leuchtkraft der Farben auf dem Aquarellpapier nachträglich zu zelebrieren, ist rasch geboren. Die Rudbeckien waren im September eine Augenweide im Garten. Die tiefe Abendsonne zauberte zudem ein interessantes Schattenspiel auf die Blüten. Die Negativtechnik, oder auch Negativmalerei genannt, ist hier optimal geeignet.

    Diese Technik ist essentiell in der Aquarellmalerei, mit ihr erzielt man eine enorme Tiefenwirkung im Bild. Allerdings muss man für diese Technik seine Malweise komplett auf den Kopf stellen, für Anfänger bedeutet das eine grosse Herausforderung. Anstatt das Motiv zu malen, malt man mit einem leicht dunkleren Farbton um das Objekt herum. Dieser Vorgang wird Schicht für Schicht wiederholt, dabei nimmt man immer wieder einen etwas dunkleren Farbton, bis das gewünschte Objekt ausreichend negativ definiert ist. Wer diese Technik einmal verstanden hat, wird sie immer wieder mit Begeisterung anwenden.

    Bilder vom Malprozess

    Du hast Interesse, diese und andere Techniken zu lernen? 

    Dann könnte dieses Malkursangebot 2026 für Anfänger und Fortgeschrittene genau richtig für dich sein. In den Kursen Aquarellmalerei und Freihandzeichnen mit Graphitstiften lernst du Basistechniken und Technik-Tricks kennen.

  • Gelungener Kursstart

    Ein riesiges Dankeschön an all die enthusiastischen Teilnehmenden der Kurse Freihandzeichnen und Aquarellmalerei vom 29. August 2025. Ihr habt den Tag mit allen Herausforderungen der neuen Technik-Skills gemeistert. Hochkonzentriert habt ihr euch Grundwissen im perspektivischen Zeichnen und die Lasurtechnik im Aquarell erarbeitet und mir damit ein unvergessliches Kurserlebnis beschert. Zum guten Gelingen hat besonders die moderne Infrastruktur des Kursraums mit dem genialen Lichtkonzept beigetragen. Organisatorisch günstig war für uns der kurze Weg zum feinen Mittagessen im Alterszentrum Spycher Roggwil. 

    Dankeschön!

    An meine lieben Teamkollegen der Schmerzklinik im SRO Langenthal. Sie haben den Grundstein für diese Kurse gelegt, indem sie mir jeweils den arbeitsfreien Freitag gewähren. Erst dadurch konnte ich die Kurse so weit im Voraus planen. An die Administration des Alterszentrum Spycher, die in der Planungsphase ein wichtiger Ansprechpartner für alles Organisatorische wie Raummiete, Einrichtung und unsere Essensplanung war. Danke auch ans Küchenteam. Ein besonderes Dankeschön an die Genossenschaft Alterswohnungen bim Spycher in Roggwil, die beim Bau des Gebäudes ein so schönes Kurslokal eingeplant hat und nun für solche Anlässe zur Verfügung stellt. Danke, dass wir hier Glücksmomente der Kreativität erleben dürfen!

    Hast du Interesse, das Zeichnen mit Grafitstiften zu vertiefen, oder möchtest in den Farbenrausch der Aquarellmalerei eintauchen? 

    Melde dich, es hat noch einzelne freie Plätze zum Schnuppern, Infos zu den Kursen findest du hier. Für 2026 sind bereits neue Kursdaten in Planung, jeweils einmal im Monat an einem Freitag. Meine Freude an der Kreativität möchte ich gerne mit Euch teilen.

  • Raus aus der Komfortzone

    Üblicherweise male und zeichne ich zu Hause an meinem Schreibtisch. Hier sind alle meine Malutensilien in Griffnähe. In den Tessin-Ferien wagte ich das Experiment während eines Dorfrundgangs im hübschen Brissago „En Plein Air“ zu malen.

    Mit Malutensilien ausgerüstet spazierte ich Morgens an der Uferpromenade von Brissago entlang und suchte nach einem geeigneten Sujet — der Hafenblick erschien mir perfekt geeignet.

    Während dem Malen ergaben sich immer wieder Gespräche mit Passanten. Als sich die morgendliche Bewölkung auflöste, verwandelt sich der ursprünglich kühle Rasenplatz in den wärmsten Platz im Ort. Die Hitze trieb mich an, schneller und lockerer zu malen. Am Nachmittag skizzierte ich ein zweites Bild, das ich später zu Hause fertig malte.

    Ein fantastischer Tag mit all den Eindrücken um mich herum! Unterschätzt hatte ich aber die Mittagshitze und die unzähligen Mücken im Rasen. Nächstes Mal suche ich mir bewusst einen Schattenplatz aus, benutze Moskitospray und packe noch weniger Malsachen ein. 

    Auch hier gilt, wie so oft im Leben: „Weniger ist mehr.“

    Hier das Hafenbild aus der Brissago-Trilogie, die zwei anderen Bilder findet ihr in der Galerie bei den Aquarellen.

    Hafenstimmung in Brissago, Tessin, Aquarell mit Fineliner, A4
  • Entschleunigen durch Zeichnen

    „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ – ASTRID LINDGREN 

    Diese Zeit nehme ich mir am Wochenende. Entschleunigen ist angesagt! Auf einem Spaziergang schaue ich wie Astrid Lindgren ganz genau hin, um ein inspirierendes Motiv zu finden. Wie viele Menschen können das noch, genau hinschauen? Ablenkung lauert schliesslich überall. 

    An einem grossen Ahornbaum klettert Efeu empor, Sternmoos und kleine Flechten haben sich auf seiner Rinde angesiedelt. Die unterschiedlichen Texturen, Strukturen und Schatten faszinieren mich. 

    Nach sechs Stunden fokussiertem Zeichnen fühle ich mich entschleunigt und zufrieden. Und wann nimmst du dir Zeit für dich und deine Zeichenkunst? 

  • Weisslinge im Lavendel

    Den Sommer und seine prächtigen Farben geniessen und ganz nebenbei dein malerisches Wissen vertiefen. Klingt einfach und ist es auch. Schnappe dir das Aquarell-Skizzenbuch, Bleistift und Radiergummi, einen wasserfesten Fineliner 0,05 mm, Aquarellfarben, einen Rundpinsel der Grösse 4 (z. Bsp: da Vinci Colineo) und los geht’s.

    Halte in deinem Garten, in der näheren Umgebung oder in Pärken Ausschau nach blühenden Pflanzen. Ich liebe Lavendel und habe vor Jahren einige Pflänzchen gesetzt, die mittlerweile zu stattlichen Halbsträuchern herangewachsen sind. Hier blüht der Lavendel Hellblau, Dunkelblau, Blau-Violett bis Purpur — der Königsfarbe. Bienen und Schmetterlinge werden vom Lavendelduft magisch angelockt. Besonders hübsch ist der Anblick, wenn mehrere Weisslinge über dem Blütenmeer tanzen. Diese Inspiration habe ich heute im Aquarell-Skizzenbuch festgehalten. Ich hoffe du hast auch Zeit zum Malen! Es ist wunderbar entspannend.