Manchmal sind es die kleinen Dinge, die grosse Wirkung zeigen.
Ein wenig Salz im noch leicht feuchten Aquarell sorgt für überraschende Effekte – perfekt für lebendige Federn und fröhliche Hühner. Testet es selbst und findet den richtigen Zeitpunkt fürs Salz auftragen heraus.
So gelingt es dir: Du benötigst nur wenige Körnchen des weissen Goldes, eine kräftige Farbmischung und den richtigen Zeitpunkt zum Streuen. Danach brauchst du einige Minuten Geduld, bis der Salzeffekt sichtbar wird. Mit dieser experimentellen Technik wird euer Federvieh zum Unikat.
Viel Freude beim Osternest suchen, Eiertütschen und Experimentieren mit der Salztechnik.
Mit den Techniken Tinte, Graphit und Aquarell wusste Tine unsere Gruppe zu begeistern. Anhand einiger Demozeichnungen führte sie uns vor, auf was es bei den einzelnen Techniken jeweils ankommt. Bei den Übungen danach begleitete sie uns ganz individuell und bot jedem die passende Hilfestellung, um ans Ziel zu gelangen.
Nachdem ich zu Beginn meine Schwierigkeiten mit dem dynamischen Zeichnen hatte, vermochte Tine es, den Knoten bei mir zu lösen. Plötzlich konnte ich den Graphitstift in Zimmermannsausführung (6B) auf dem Papier locker tanzen lassen. Dabei entstanden die drei lebhaften Hundeskizzen.
Ausdrucksstark zeichnen von dynamischen Linien und Schraffuren, um Emotionen aufs Papier zu bringen klingt sooo einfach – ist es aber ganz und gar nicht. Am besten du versuchst es gleich selbst!
Ein grosses Dankeschön an Tine für dieses fantastische Kurserlebnis!
Den Sommer und seine prächtigen Farben geniessen und ganz nebenbei dein malerisches Wissen vertiefen. Klingt einfach und ist es auch. Schnappe dir das Aquarell-Skizzenbuch, Bleistift und Radiergummi, einen wasserfesten Fineliner 0,05 mm, Aquarellfarben, einen Rundpinsel der Grösse 4 (z. Bsp: da Vinci Colineo) und los geht’s.
Halte in deinem Garten, in der näheren Umgebung oder in Pärken Ausschau nach blühenden Pflanzen. Ich liebe Lavendel und habe vor Jahren einige Pflänzchen gesetzt, die mittlerweile zu stattlichen Halbsträuchern herangewachsen sind. Hier blüht der Lavendel Hellblau, Dunkelblau, Blau-Violett bis Purpur — der Königsfarbe. Bienen und Schmetterlinge werden vom Lavendelduft magisch angelockt. Besonders hübsch ist der Anblick, wenn mehrere Weisslinge über dem Blütenmeer tanzen. Diese Inspiration habe ich heute im Aquarell-Skizzenbuch festgehalten. Ich hoffe du hast auch Zeit zum Malen! Es ist wunderbar entspannend.
Jeden Morgen zeigt sich ein farbenprächtiges Gartenrotschwanz-Männchen mit weiss-schwarzem Köpfchen, orangem Bauch und rostrotem Schwanz. Es landet auf einem Zaunpfahl, singt und wippt aufgeregt auf und ab — einen Atemzug später ist es schon wieder auf und davon. Danke liebes Gartenrotschwänzchen, dass du so fair bist und mir deine Rastlosigkeit sofort demonstrierst! So passiert mir wenigstens nicht das gleiche, wie dem armen Künstler im Mundart-Lied von Mani Matter, „Chue am Waldrand“. Dem ist sein Lieblingsobjekt davongelaufen, weil er zuerst die ganze Umgebung gemalt hat. Wer das Lied nicht kennt — unbedingt anhören, es lohnt sich.
Da mein Sujet längst über alle Berge geflogen ist, suche ich zuerst ein geeignetes Foto als Vorlage. Nach der Bleistiftskizze ist der dünnste schwarze Fineliner ein gutes Hilfsmittel, um lückenhaft und locker die Umrisse des gefiederten Sängers darzustellen. Einzelne Federn werden dabei angedeutet und Auge und Schnabel ganz genau definiert. Danach radiere ich die Bleistiftskizze aus. Als nächstes müssen die Farbmischungen vorbereitet werden. Durch Anlegen der einzelnen Lasurschichten wird der gefiederte Freund lebendig. Hierbei wende ich „Nass auf Trocken-“ und „Nass in Nasstechnik“ an. Zusätzliche Freude bereitet mir die Struktur und Farbgebung beim Obstbaum. Durch die Komplementärfarben leuchtet der rostrote Vogelbauch noch stärker. Das weisse Köpfchen kommt mit einem leicht farbigen Hintergrund etwas besser zur Geltung.
Material- Liste
Bleistift und Radiergummi
Schwarzer Fineliner 0.1mm
Aquarell-Pinsel 0-4
Aquarellpapier mindestens 250g/m2
Aquarellfarben
Kadmiumgelb hell
Chromorangeton
Ultramarin feinst
Coelinblauton
Maigrün
Siena gebrannt
Eisenoxydschwarz
Ich male mit Horadam-Farben von der Firma Schmincke. Dieses kleine Projekt habe ich im „Zeichenbuch Aquarell“ von boesner mit der Grammatur von 250g/m2 gemalt. Das Papier eignet sich auch für Bleistiftskizzen, Fineliner und Buntstifte. Das Aquarellbuch ist handlich für die Ferienzeit, es ist in verschiedenen Formaten erhältlich.
Anfangs März nahm ich an einem dreitägigen Workshop der Künstlerin Sayenne (Sandra Chiocchetti) bei der Firma boesner in Unterentfelden teil. Schritt für Schritt zeigte sie uns ihre sehr locker wirkende Technik, charakterstarke Tiere zu malen. Aber was leicht aussieht, ist es nicht unbedingt! Schnell wurde uns 12 Teilnehmern bewusst, dass diese Technik eine Herausforderung darstellt. Mit dem mir unbekannten Malmedium Schellacktusche und dem Malen ohne Pinsel, dafür mit anderen Hilfsmitteln, verliess ich gehörig meine Komfortzone. Die dynamische Herangehensweise erwies sich als sehr inspirierend. In der Mixed-Media-Galerie präsentiere ich euch alle Bilder, die ich mit dieser Technik geschaffen habe.
Im Kunst- und Kulturspycher Roggwil durfte ich erstmals meine Aquarelle und Graphitzeichnungen ausstellen. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und so kamen mehr Kunstinteressierte an die Vernissage und an den anderen drei Ausstellungstagen zu Besuch, als ich erwartet hatte. Die Gespräche mit den Besuchern, Freunden und Kollegen habe ich sehr genossen. Es tauchte mehrfach die Frage auf, ob ich Kurse anbieten würde. So fühlte ich mich nach der Ausstellung bestärkt, den Weg der Kunst weiter zu gehen.
Danksagung
Beim Vorstandskomitee des Kultur und Museumsvereins bedanke ich mich für alles Organisatorische und für die Werbung, ihr habt mir mir Rat und Tat zur Seite gestanden. Herzlichen Dank an Markus Zimmermann, dem Präsidenten des Kultur und Museumsverein Roggwil, für seine Rede zur Eröffnung der Vernissage.
Ein besonders grosses Dankeschön gilt allen Besuchern, die mich durch den Kauf eines Bildes auf meinem Kunstweg unterstützt haben.
Judith Geiser mit dem Bild „Begegnung beim Häxenplatz“Markus Zimmermann hält die Begrüssungsrede bei der VernissageBilder mit Gebäuden-, Landschafts- und Blumenmotiven aus der Umgebung von Roggwil waren der Schwerpunkt dieser AusstellungWährend der Vernissage
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