
Den Herbst mit seiner Farbenpracht liebe ich, bedauerlicherweise ist es nun schon oft kühl, grau und nass im Oberaargau. Der Gedanke, die Leuchtkraft der Farben auf dem Aquarellpapier nachträglich zu zelebrieren, ist rasch geboren. Die Rudbeckien waren im September eine Augenweide im Garten. Die tiefe Abendsonne zauberte zudem ein interessantes Schattenspiel auf die Blüten. Die Negativtechnik, oder auch Negativmalerei genannt, ist hier optimal geeignet.
Diese Technik ist essentiell in der Aquarellmalerei, mit ihr erzielt man eine enorme Tiefenwirkung im Bild. Allerdings muss man für diese Technik seine Malweise komplett auf den Kopf stellen, für Anfänger bedeutet das eine grosse Herausforderung. Anstatt das Motiv zu malen, malt man mit einem leicht dunkleren Farbton um das Objekt herum. Dieser Vorgang wird Schicht für Schicht wiederholt, dabei nimmt man immer wieder einen etwas dunkleren Farbton, bis das gewünschte Objekt ausreichend negativ definiert ist. Wer diese Technik einmal verstanden hat, wird sie immer wieder mit Begeisterung anwenden.
Bilder vom Malprozess



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