Kategorie: Achtsamkeit

  • Faszination Urban-Sketching

    Ja, ich habe es wieder getan! Warum ich zur „Wiederholungstäterin“ geworden bin, erfahrt ihr in diesem Bericht.

    Mit einer langjährigen Kunstfreundin traf ich mich auf dem Vorplatz des Klosters, um ein neues Sujet zu malen. Da ich mir eine Woche zuvor bereits die interessantesten Stellen im Park gemerkt hatte, konnten wir diesmal direkt loslegen.

    Was fasziniert mich am Urban Sketching so sehr?

    Besonders reizt mich das Gesamterlebnis der Umgebung. Beim Zeichnen geschieht viel mehr um mich herum, als wenn ich mein Hobby still und einsam in meinem Kämmerlein ausübe – dafür bleibt in den kalten Wintermonaten noch genug Zeit.

    Während wir konzentriert an unseren Skizzen arbeiteten, kreischten Rabenvögel um die Kirchturmspitzen. Gleichzeitig übte ein Organist in der Klosterkirche. So durften wir zufällig einem einstündigen Gratis-Konzert lauschen – einfach himmlisch.

    Den Blick schärfen und Neues entdecken

    Urban Sketching bedeutet auch, die Umgebung und das Zeichenobjekt ganz bewusst wahrzunehmen. Beim genauen Hinschauen entdeckte ich am Kloster Details, die mir all die Jahre nicht aufgefallen waren: alte Dachgauben, schwarze Zierlinien um die Fenster und die kunstvoll gebogenen Regenfallrohre. 

    Gerade diese verspielten Details machen das Gebäude einzigartig – und verdienen es, im Bild festgehalten zu werden.

    Die Technik anderer kann inspirieren

    Besonders bereichernd war auch der Austausch in unseren kleinen Malpausen. Wir staunten, wie unterschiedlich unsere Herangehensweisen waren. Beim Blick auf die Zeichnung meiner Kunstfreundin dachte ich: „Das möchte ich demnächst auch ausprobieren.“

    Zum Glück hat der Herbst erst begonnen – und es liegen noch einige Urban-Sketching-Samstage vor mir.

  • Lass dich inspirieren – neue Kurse

    Die neuen Kurse für Freihandzeichnen und Aquarellmalerei sind mit spannenden Themen im 2. Halbjahr 2026 gestartet. Im Freihandzeichenkurs lernten die Teilnehmenden die Tonwertskala kennen und verfeinerten ihre Schraffurtechniken anhand eines kleinen Papierschiffchens. Die Ergebnisse sorgten für grosse Freude!

    Im Aquarellkurs verwandelten wir ein Ferienfoto in ein leuchtendes Aquarell – gemalt mit lasierenden Primärfarben. Zudem erfuhren die Teilnehmenden, warum Thumbnails für den Bildaufbau so wertvoll sind.

    Du möchtest wissen, warum Tonwertskalen und Thumbnails beim Zeichnen und Malen so wichtig sind? Dann sind diese Kurse genau das Richtige für dich!

    Im 2. Halbjahr 2026 gibt es noch einzelne Schnupperplätze. Die Anmeldeliste für 2027 wird bereits geführt.

    Trau dich und entdecke Neues! Dann kannst du vielleicht bald wie die Künstlerin Georgia O’Keeffe sagen:

    “Ich habe Dinge entdeckt, die ich vorher nie gesehen hatte.“

  • Frohe Weihnachten

    …wünsche ich allen, die diese Zeilen lesen. Bei meinen Kursteilnehmern bedanke ich mich herzlich für dieses aufregende Jahr. Durch eure interessierten Fragen habt ihr mir ungeahnte Themenwünsche auf dem Silbertablett serviert – das war ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk! In den Kursen 2026 werden wir einige dieser Ideen umsetzen können. Darauf freue ich mich schon sehr.

    Viel Freude und Flow-Erlebnisse wünsche ich allen Kreativen auch im neuen Jahr!

  • Gelungener Kursstart

    Ein riesiges Dankeschön an all die enthusiastischen Teilnehmenden der Kurse Freihandzeichnen und Aquarellmalerei vom 29. August 2025. Ihr habt den Tag mit allen Herausforderungen der neuen Technik-Skills gemeistert. Hochkonzentriert habt ihr euch Grundwissen im perspektivischen Zeichnen und die Lasurtechnik im Aquarell erarbeitet und mir damit ein unvergessliches Kurserlebnis beschert. Zum guten Gelingen hat besonders die moderne Infrastruktur des Kursraums mit dem genialen Lichtkonzept beigetragen. Organisatorisch günstig war für uns der kurze Weg zum feinen Mittagessen im Alterszentrum Spycher Roggwil. 

    Dankeschön!

    An meine lieben Teamkollegen der Schmerzklinik im SRO Langenthal. Sie haben den Grundstein für diese Kurse gelegt, indem sie mir jeweils den arbeitsfreien Freitag gewähren. Erst dadurch konnte ich die Kurse so weit im Voraus planen. An die Administration des Alterszentrum Spycher, die in der Planungsphase ein wichtiger Ansprechpartner für alles Organisatorische wie Raummiete, Einrichtung und unsere Essensplanung war. Danke auch ans Küchenteam. Ein besonderes Dankeschön an die Genossenschaft Alterswohnungen bim Spycher in Roggwil, die beim Bau des Gebäudes ein so schönes Kurslokal eingeplant hat und nun für solche Anlässe zur Verfügung stellt. Danke, dass wir hier Glücksmomente der Kreativität erleben dürfen!

    Hast du Interesse, das Zeichnen mit Grafitstiften zu vertiefen, oder möchtest in den Farbenrausch der Aquarellmalerei eintauchen? 

    Melde dich, es hat noch einzelne freie Plätze zum Schnuppern, Infos zu den Kursen findest du hier. Für 2026 sind bereits neue Kursdaten in Planung, jeweils einmal im Monat an einem Freitag. Meine Freude an der Kreativität möchte ich gerne mit Euch teilen.

  • Entschleunigen durch Zeichnen

    „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ – ASTRID LINDGREN 

    Diese Zeit nehme ich mir am Wochenende. Entschleunigen ist angesagt! Auf einem Spaziergang schaue ich wie Astrid Lindgren ganz genau hin, um ein inspirierendes Motiv zu finden. Wie viele Menschen können das noch, genau hinschauen? Ablenkung lauert schliesslich überall. 

    An einem grossen Ahornbaum klettert Efeu empor, Sternmoos und kleine Flechten haben sich auf seiner Rinde angesiedelt. Die unterschiedlichen Texturen, Strukturen und Schatten faszinieren mich. 

    Nach sechs Stunden fokussiertem Zeichnen fühle ich mich entschleunigt und zufrieden. Und wann nimmst du dir Zeit für dich und deine Zeichenkunst? 

  • Weisslinge im Lavendel

    Den Sommer und seine prächtigen Farben geniessen und ganz nebenbei dein malerisches Wissen vertiefen. Klingt einfach und ist es auch. Schnappe dir das Aquarell-Skizzenbuch, Bleistift und Radiergummi, einen wasserfesten Fineliner 0,05 mm, Aquarellfarben, einen Rundpinsel der Grösse 4 (z. Bsp: da Vinci Colineo) und los geht’s.

    Halte in deinem Garten, in der näheren Umgebung oder in Pärken Ausschau nach blühenden Pflanzen. Ich liebe Lavendel und habe vor Jahren einige Pflänzchen gesetzt, die mittlerweile zu stattlichen Halbsträuchern herangewachsen sind. Hier blüht der Lavendel Hellblau, Dunkelblau, Blau-Violett bis Purpur — der Königsfarbe. Bienen und Schmetterlinge werden vom Lavendelduft magisch angelockt. Besonders hübsch ist der Anblick, wenn mehrere Weisslinge über dem Blütenmeer tanzen. Diese Inspiration habe ich heute im Aquarell-Skizzenbuch festgehalten. Ich hoffe du hast auch Zeit zum Malen! Es ist wunderbar entspannend.

  • Frühlingserwachen im Tessin

    Jeden Morgen zeigt sich ein farbenprächtiges Gartenrotschwanz-Männchen mit weiss-schwarzem Köpfchen, orangem Bauch und rostrotem Schwanz. Es landet auf einem Zaunpfahl, singt und wippt aufgeregt auf und ab — einen Atemzug später ist es schon wieder auf und davon. Danke liebes Gartenrotschwänzchen, dass du so fair bist und mir deine Rastlosigkeit sofort demonstrierst! So passiert mir wenigstens nicht das gleiche, wie dem armen Künstler im Mundart-Lied von Mani Matter, „Chue am Waldrand“. Dem ist sein Lieblingsobjekt davongelaufen, weil er zuerst die ganze Umgebung gemalt hat. Wer das Lied nicht kennt — unbedingt anhören, es lohnt sich.

    Da mein Sujet längst über alle Berge geflogen ist, suche ich zuerst ein geeignetes Foto als Vorlage. Nach der Bleistiftskizze ist der dünnste schwarze Fineliner ein gutes Hilfsmittel, um lückenhaft und locker die Umrisse des gefiederten Sängers darzustellen. Einzelne Federn werden dabei angedeutet und Auge und Schnabel ganz genau definiert. Danach radiere ich die Bleistiftskizze aus.
    Als nächstes müssen die Farbmischungen vorbereitet werden. Durch Anlegen der einzelnen Lasurschichten wird der gefiederte Freund lebendig. Hierbei wende ich „Nass auf Trocken-“ und „Nass in Nasstechnik“ an. Zusätzliche Freude bereitet mir die Struktur und Farbgebung beim Obstbaum. Durch die Komplementärfarben leuchtet der rostrote Vogelbauch noch stärker. Das weisse Köpfchen kommt mit einem leicht farbigen Hintergrund etwas besser zur Geltung.

    Material- Liste

    • Bleistift und Radiergummi
    • Schwarzer Fineliner 0.1mm
    • Aquarell-Pinsel 0-4
    • Aquarellpapier mindestens 250g/m2

    Aquarellfarben

    • Kadmiumgelb hell
    • Chromorangeton
    • Ultramarin feinst
    • Coelinblauton
    • Maigrün
    • Siena gebrannt
    • Eisenoxydschwarz

    Ich male mit Horadam-Farben von der Firma Schmincke. Dieses kleine Projekt habe ich im „Zeichenbuch Aquarell“ von boesner mit der Grammatur von 250g/m2 gemalt. Das Papier eignet sich auch für Bleistiftskizzen, Fineliner und Buntstifte. Das Aquarellbuch ist handlich für die Ferienzeit, es ist in verschiedenen Formaten erhältlich.